Rosie und Jakob

Eigentlich möchte ich einen Elefanten… ♥

Meine Kinder schütteln im letzten Jahr oft lachend über mich den Kopf.
Ich bin auf dem Tiernaturtrip.
Früher bin ich dem Unkraut mit verschiedensten, nicht immer ökologisch wertvollen Möglichkeiten, an den Kragen gegangen… ich geb es ja zu… 🙁

Diesen Sommer wurde es anders.

Los ging es mit den Blattläusen. Im Frühling waren meine schönen Rosen voller klebriger Blattläuse. Jedes Jahr bisher hab ich dann die Rosen mit Spüliwasser bespritzt. Allerding las ich dann, dass das für die anderen Tiere aber nicht gut ist.
Ich weiß nicht mehr, wer es war, aber jemand sagte zu mir, nimm doch Marienkäfer… Hä?
Woher sollte ich die denn bekommen? Kann man die entführen?
Man kann sie tatsächlich im Internet bestellen… unglaublich.

Somit begann es. Mein Ökogarten. 🙂

Ich hing kleine Tütchen mit Marienkäferlarven an die Rosen und dachte, dass wird doch nie was…. eine Woche später waren alle Blattläuse weg. Wahnsinn… 🙂

Marienkäfer

Meine Wege wurden nur noch abgeflammt und nicht mehr mit irgendwelchen Flüssigkeiten begossen um dem Unkraut Herr zu werden.
Ich mag ja ordentliche Gärten. Das hab ich von meinem Papa übernommen. Alles kreuz und quer ist nicht so mein Ding.

Zwei Insektenhotels wurden an die Wand geschraubt. Schmetterlingsflieder gepflanzt und dann las ich, dass seit 2015 die Empfehlung raus ist, dass Vögel ganzjährig gefüttert werden sollen. Weil die Insekten nicht mehr so zahlreich sind und die Jungvögel reihenweise sterben… oh Gott… schnelle Hilfe eilte herbei.

Hierbei blieb es dann aber nicht.

Dank Facebook bekam ich die Information, dass durch den intensiven Sommer die Nüsse zu schnell reif waren und die Eichhörnchen noch mit der Jungenaufzucht beschäftigt waren. Die Nüsse fehlen in diesem Winter. Somit kam dann eine Eichhörnchenfutterstation neben die beiden Vogelfutterstellen an den Zaun. Freu Freu. Tatsächlich kommt täglich das Eichhörnchen (Ich finde, es sieht auch wirklich sehr mager aus… :-(, aber nicht mehr lange… 🙂 ) und die Vögel sind fröhlich unterwegs.

Die Geschichte erhält ihren bisherigen Höhepunkt mit dem Einzug von Rosie und Jakob

Da wir hier in Lübeck keine Igelrettungsstation haben, rief ich beim Tierheim an und fragte, ob ich bei der Auswilderung aufgepäppelter Jungigel vielleicht helfen könnte. Ich hätte ein Igelhaus gekauft und ich würde den Jungigel gerne mit Futter unterstützen.
Die vom Tierheim waren sehr begeistert und fragten, ob ich 20 haben möchte. Sie brauchen dringend Weiterbetreuungsplätze im ersten Winter der kleinen Süßen.
Falls ihr also Lust habt, medet euch bei eurem Tierheim.
Viel Arbeit ist es nicht, weil sie schon gesund und gepäppelt sind. Sie brauchen ab 500g nur noch ein wenig Starthilfe in ein eigenständiges Leben.
Also ein Häuschen und Futterunterstützung im ersten Winter. 🙂

20 waren zu viel

Aber zwei wohnen seit drei Tagen bei uns. Rosie (400g) und Jakob (500g). Sie sind so süß. ♥
Die Namen haben sie von dem Film „Wasser für die Elefanten“.
Am liebsten hätte ich so eine Rosie bei mir.
Wer weiß, vielleicht irgendwann einmal in Afrika….. ♥

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