Was hat die Atmung mit der Verdrängung zu tun?

…eine ganze Menge….

Aber zuerst einmal ist es ein Glück, dass unsere Atmung ganz automatisch funktioniert.
Naklar, um die Atmung muss man sich gar nicht kümmern.
Aber welche unbewussten Mechanismen die Atmung so ganz im Geheimen für uns klärt, ist für mich echt so super spannend.

Gott sei Dank ist der Mensch in der Lage, zu verdrängen.
Ansonsten würden wir ja ständig und ununterbrochen an jedes schlimme Erlebnis unseres Lebens bewusst ranfühlen.
Dann wäre Alltag nicht möglich.
Also nutzt unser Körper die Möglichkeit, auszusortieren und lebensverhindernde Erfahrungen in den Schrank zu packen. 😉
Das erkläre ich noch mal genauer in dem Artikel:

Der KörperSchrank

Dieses „Wegpacken“ passiert durch unsere Atmung.
Durch die Tiefe der Atmung bestimmen wir ganz automatisch unsere Gefühlsebene.

Immer wenn wir uns erlauben, viel zu fühlen, atmen wir tief durch den Mund. Ich mache dir ein paar Beispiele:
Wenn man z.B. Hundebabys sieht, atmet man tief durch den Mund ein , fässt sich ans Herz und und sagt: ohhhhhhh ♥ 🙂
Wenn etwas absolut Schlimmes passiert ist und man seine Emotionen nicht steuern kann, weint und schluchst man mit offenem Mund.
Nicht zuletzt beim Sex. 😉 Ist man im Genuss, atmet man durch den Mund … also achtet drauf, wenn ihr mit eurem Partner schlaft und er oder sie atmet durch die Nase, ist er/sie wahrscheinlich beim Erstellen der nächsten Einkaufsliste …. 😉

Anders herum genauso

Wenn man vor seinem Chef steht und mit Kritik konfrontiert wird, möchte man natürlich seine Emotionen nicht zeigen und die Atmung wird automatisch flach.
Erst wenn die Situation durchgestanden ist und das eigentliche Gefühl wie z. B. Wut oder Scham sich Bahn bricht, atmet man tief.
In der Situation eines Unfalls geht man auch in diesen flachen „Funktioniermodus“, hält durch und wenn alles vorbei ist, kommt das Zittern und Weinen , zusammen mit der tiefen Atmung.

Also immer, wenn das Gefühl im Fokus steht, ist die Atmung tief und geht über die Mundatmung und wenn der Kopf im Fokus steht, ist die Atmung eher flach und geht über die Nase..
Das regelt der Körper absolut eigenständig.

Mit Hilfe deiner Atmung oder eher deiner Atemtiefe packt also dein Körper unschöne Gefühle weg, so dass ein Funktionieren im Leben weiter gehen kann.

Umso mehr Trauma, umso flacher die Atmung

Und genau deshalb ist es so wichtig, seine eigene Atmung mal zu beobachten. Wenn du dir was Gutes tun willst, atme immer mal wieder etwas tiefer als dein normaler Atemrythmus ist.
So drei oder vier Atemzüge nacheinander…und natürlich durch den Mund. 😀
Gleich ist man besser versorgt und presenter im Hier und Jetzt.
Es lässt sich beobachten, dass Menschen, die viel Trauma in sich tragen oder auch den Fokus aufs Funktionieren und eben nicht im Fühlen haben, dauerhaft eine flachere Atmung haben.
Der Körper übernimmt es also dann nicht nur Situativ sondern als Dauerinstitution.

Die Folge davon ist, dass wir unseren Gefühlen immer weiter entfernt sind und Kopf und Körper nicht mehr gut harmonieren.
Also ihr Lieben: Nutzt das Leben und FÜHLT, ATMET und GENIEßT ♥ 😉

 

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