Das SchnullerEntwöhnThema

Das Schnullerthema…
Wie bei allen Themen, die Kinder oder den allgemein Menschen betreffen gibt es keine Absolutregeln sondern Individualität ist gefragt. Trotzdem gibt es Zeiten, da fällt es den Kindern leichter, auf den Schnuller zu verzichten als in anderen Zeiten. Das hat mit den Entwicklungsphasen der Kinder zu tun.

Melina habe ich den Schnuller zum 1. Geburtstag genommen.
Ihr könnt es euch so vorstellen:
Geburtstagslied gesungen, beschmust, flupp Schnuller raus und vorbei war es.
Da war ich sehr resolut. Diese Entscheidung ergab sich aus einer Erfahrung knapp ein Jahr vorher.
Ich war bei einer Freundin. Ihre Tochter war vier Jahre alt und lief den ganzen Tag mit ihrem Schnuller durch die Gegend.
Jeder Versuch meiner Freundin, ihr den Schnuller zu entziehen
(soll die Schnullerfee ihn holen? Wollen wir ihn an den Schnullerbaum hängen? usw.) endeten im lauten „Neeeeeeiiiiiiinnnnn“ Geschrei.
Somit sollte ich dann, kurz nach Melinas Geburt, das Kind fragen ob nicht vielleicht Melina ihren Schnuller bekommen könnte. Sie wäre ja schon so groß und Melina bräuchte doch auch Einen.
Daraufhin bekam ich die Antwort: „Geh doch in den Einkaufsladen. Da gibt es die zu kaufen.“

Für mich war klar, ich warte nicht so lange, das ich mit meinem Kind solche Diskussionen führen muss.
Somit hab ich entschieden, mit einem Jahr ist es so weit.
Was soll ich sagen, Melina ist sauber durchgegangen.
Abends hingelegt, keinen Schnuller in den Mund, fertig.
Überhaupt kein Problem.

Anders nun bei Luna. Stellt euch vor. Ich komme an ihrem ersten Geburtstag in ihr Zimmer. Sie sitzt schon gemütlich im Schlafsack in ihrem Bett und hat doch tatsächlich ihnen Schnuller in 1000 Teile zerbissen. Wirklich, an diesem Tag!!!!!
Das war doch ein Wink mit der Zaunlatte.
Mein Erziehergehirn sagte: „Nutz diese Gelegenheit.“
Mein Mutterherz (das wusste, es kommt kein weiteres Kind, nie wieder wirst du so einen süßen Schnullerschlafsackanblick genießen können, meine Kinder sind jetzt groß, wahrscheinlich ziehen sie nächste Woche in ihre eigene Wohnung und heiraten) sagte, ach was, wir haben ja noch mehr davon.
Luna durfte weiter schnullern und ich durfte mich noch an meinem Baby erfreuen.

Als sie drei war, dachte ich, nun würde es Zeit. Wir fuhren in den Urlaub nach Schweden. Dort wollte sie dann ihren Schnuller und ich ergriff die Gelegenheit. Ich sagte ihr, wir hätten den Schnuller zuhause vergessen.
Tataaaaa, sehr guter Einfall. Ich wollte ja auch nicht als Lügner da stehen, somit war Einbrechen und Schnuller aus der Tasche holen, keine Option.
Zuhause wollte sie ihn dann wieder haben. Da war ich dann klar und sagte ihr, es hat ja so prima ohne den Schnuller geklappt, nun lassen wir das mit dem Schnuller bleiben.
Es gab kein großes Trara aber ich kann sagen, dass Luna nicht mehr so schnell einschlafen konnte wie mit dem Schnuller.

Im Nachhinein würde ich sagen, wartet die Hochzeit der oralen Phase ab.
Mit eineinhalb Jahren geht das Saugbedürfnis der Kinder sehr zurück.
Somit ist eineinhalb Jahre eine sehr gute Zeit, den Schnuller zu entwöhnen (das bedeutet, den Schnulli in den Mülleimer zu schmeißen, „entwöhnen“ hört sich aber netter an).
Mit den Entwicklungsphasen hatte ich mich zu Melinas Zeiten noch nicht so beschäftigt, heute würde ich ihr noch ein halbes Jahr geben.
Es sieht ja auch so süß aus… 🙂
Bei Luna hab ich zu lange gewartet. Sie hatte es in ihr Leben integriert und wollte nicht verzichten. Es hat ihr Stress gemacht.
Wichtig ist natürlich, wenn das Kind in diesem Alter gerade eine anstrengende Zeit durchmacht, wie z.B. Eingewöhnung in die Krippe, ein Geschwisterkind wird geboren o.ä. braucht das Kind nicht noch weiteren Stress und der Zeitpunkt wird verschoben.
Somit meine Empfehlung: Mit eineinhalb Jahren ist es eine supi Schnullerentwöhnzeit. ♥

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