Alle Kinder ob groß oder klein brauchen Sicherheit… Erwachsene übrigens auch… :-)

Kennst du das Gefühl von Unsicherheit, wenn der vertraute Supermarkt umgeräumt hat?
Sicherheit durch vertraute Strukturen ist ein ganz wichtiger Aspekt, der z.B. in diesem Bereich sehr berücksichtigt wird.
Egal, wo du auf der Welt bist, gehst du in einen Aldi und weißt genau, wo dein Kaffee steht. 😉

Das bringt den Menschen in Sicherheit und in gute Gefühle.
Wir entspannen uns. Wir Menschen können nur volle Leistung bringen, wenn wir entspannt sind.
Erinnere dich an deine Schulzeit zurück.
Zuhause saßen die Vokabeln und in der Arbeit war alles weg.
Unter Stress funktioniert unser Gehirn nicht gut.
Wenn sich der Mensch über längere Zeit in erhöhten Stresspegeln befindet, wird er krank. Kopfschmerzen, Depressionen, Nervosität usw. der gesamte Organismus leidet.

Unsere Gesellschaft wird immer schnelllebiger.

Wir nehmen uns keine Zeit zu reden, zu fühlen, gemeinsam zu sein,
Freundschaft zu leben….alles funktioniert, das ist das vermeintlich Wichtigste.
Wirkliches Einlassen auf unser Gegenüber passiert immer weniger.
Ich als Erwachsene habe es selber in der Hand, was ich in meinem Leben welchen Raum gebe, obwohl es natürlich auch für uns schwierig ist, die Flut, die täglich auf uns einprasselt, zu regulieren.

Wie muss es erst unseren Kindern gehen?
Es ist unsere Aufgabe, sie auf ihr Leben vorzubereiten und dazu gehört, mit ihnen in Verbindung zu gehen. Sonst verstehen wir unsere Kinder nicht mehr.
Wie oft höre ich den Satz, “ Mein 11 Monate altes Kind langweilt sich zu Hause, deshalb sind wir so oft wie möglich unterwegs.“
Die Kinder haben keine Zeit mehr, sich an ihre Eltern anzubinden, Sicherheit in die Verlässlichkeit der Eltern einzuspeichern.
Es ist unsere Aufgabe, unseren Kindern die Möglichkeit zu geben, mit uns in Ruhe zu sein, rum zu bocken, zu kuscheln, zu eskalieren, zu heulen und zu lachen.
Allerdings ist es in den westlichen Gesellschaften so, das nicht sehr bindungsorientiert erzogen wird.
Wenn wir sagen, „So, mein liebes Fräulein, wenn du dich so benimmst, geh in dein Zimmer….wenn du wieder lieb bist, kannst du wieder kommen.“
oder unsere Kinder wälzen sich im Supermarkt auf dem Boden und wir sagen, „Ok, ich fahre dann jetzt nach Hause…tschüß…“ und gehen weg, dann bekommen die Kinder Angst.
Kinder sind existentiell von uns abhängig und mit solchen Aussagen und Aktionen schwächen wir ihr Vertrauen in unsere Verlässlichkeit.
Trotzdem kann und darf man sich ja auch nicht zum Deppen machen.

Was ist also ein guter Weg?

Für mich ist der mit Abstand beste pädagogische Ansatz die Haltgebende Erziehung.
Sie führt dazu, dass jeder in der Familie seine Position und seinen Platz einnehmen kann, Kinder sowie Erwachsene.
Das führt zu Entlastung aller Beteiligten, somit zu einer WinWin-Situation.
Über diese Pädagogik werde ich dir erzählen, ein Buch gibt es darüber noch nicht.
Immer wieder werde ich gefragt, warum ich keines schreibe.
Nun schreibe ich es auf diesen Blog. 🙂

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