2016 Die Katastrophe nimmt seinen Lauf

Die HausGeschichte geht weiter… 😉
Für alle NeuLeser dieses Blogs: Wie schön, dass ihr da seid.
♥lich Willkommen.
Die HausGeschichte erzählt meine Zeit seit 2011. Sie ist mir sehr am ♥en, weil es die wichtigste, chaotischte, verrückteste, emotionalste Zeit meines Lebens beschreibt.
Für alle, die die HausGeschichte noch nicht kennen:
Ich empfehle euch, zuerst den ersten Teil zu lesen. 😉
Die HausGeschichte
Denn hier geht es nun endlich weiter im Jahr 2016!

Wir genossen die Jahre von dem überstandenen Jahr 2013 bis zum Spätsommer 2016 in unserem Zuhause.
Es kehrte Ruhe ein, das Haus war schön geworden. Wir kamen in ein ruhigeres Fahrwasser… dachten wir…
Eines schönen Tages saß ich im Wohnzimmer auf der Couch und hörte ein Rauschen in den Heizungsrohren. Die hatten wir 2011 an der Stelle neu verlegt, mir war aber in all den Jahren noch nie aufgefallen, dass sie Geräusche machten. Ein paar Tage später fragte ich meinen Gas-Wasser-Heizungsmann danach.
Er sagte den alles verändernden Satz:

„Nicky, deine Heizungsrohre rauschen nicht. Wenn es da rauscht, hast du einen Rohrbruch.“

Nein…bitte nicht. Das kann nicht sein. Ich fragte, wie bekomme ich das raus?
Er sagte: „Du machst im Haus alle Verbraucher aus, gehst zur Wasseruhr und fotografierst sie. Nach fünf Minuten wieder. Falls sich das Rädchen ein Stückchen weiter bewegt haben sollte, rechnest du es auf 24 Stunden hoch und weißt, wie viel Wasser verloren geht.“

Ok. Ich also nach Hause, alle Verbraucher im Haus aus und los.
Ich starrte auf die Wasseruhr. Das Rädchen drehte sich schnell….seeeehr schnell…
Nein, bitte nicht. In 5 Minuten verlor ich gut 24 Liter Wasser. Mein Handyrechner teilte mir mit, dass das am Tag ca. 7000 Liter Wasser waren.

Tja, was soll ich sagen?

Ich nehme es mal vorweg. Es lief schon eine Weile.
Die Wasserrechnung später ergab, dass 386.000 Liter unter mein Haus geflossen waren.

Ein Leckorter kam. Im, an das Wohnzimmer angrenzenden Wirtschaftsraum, wurde das Leck geortet. Wand auf, Leck zugemacht, alles chiko. Die abschließende Druckprüfung ergab, es gehen täglich immer noch 20 Liter verloren. 🙁
Also weiter suchen. Das nächste Leck wurde in meinem Schlafzimmer gefunden. So ging es weiter. Die nächste Druckprüfung ergab, es gehen immer noch 12 Liter weg. In der Küchenwand war das nächste, aber immer noch nicht das letzte Leck.

Der letzte Rohrbruch wurde dann unter meiner Dusche geortet. Inzwischen gab es schon ziemlich viele unansehnliche Löcher in den Wänden. In meinem Bad wurde die Duschwanne herausgenommen und der Leckorter erstarrte.
Er sagte: „Oh Mist, jetzt haben wir ein Problem.
Jetzt brauchen wir einen Gutachter. Hier unter der Dusche ist eine organische, klitschnasse Schicht, die nicht getrocknet werden kann. Hier im Bad muss auf jeden Fall der Boden raus.
Ansonsten schimmelt der Raum vor sich hin.“

Er sah mich an, als wenn ich gleich in den Suizid gehen würde und sagte mir mit Trauermine: “ Falls diese Schicht nicht nur im Bad, sondern überall verlegt wurde und sie überall nass ist, muss im ganzen Haus der Boden raus.“

Je mehr Rohrbrüche entdeckt wurden, je mehr stieg mein Paniklevel

Es wurde mir klar, dass die Installation eskalierte.
Wo vier Rohrbrüche waren, würden die Nächsten auch kommen. Ich hatte das Bild, dass ich den Rest meines Lebens einmal im Monat die Wasseruhr fotografierte, um zu überprüfen, ob wieder etwas passiert war.

Da mein Versicherungsordner nun aufgeräumt war und ich definitiv keine Idee mehr hatte, wie ich das Geld für eine hässliche Aufputzinstallation aufbringen sollte, war ich ratlos.

Als der Leckorter nun diesen Satz sagte, dachte ich tatsächlich nicht an Suizid, sondern, „oh bitte, bitte, lass diese Schicht überall sein.“ Wenn das so wäre, würde die Versicherung den Schaden beheben müssen. Der Boden würde aufgemacht und eine neue Installation käme in den, ja sowieso schon offenen, Boden.

Überall wurden Probebohrungen gemacht

Mein Haus wurde durchlöchert und festgestellt wurde:
Diese Pappschicht war überall vorhanden und hatte sich auf 230 m² total vollgesogen.

Wasserschaden Schicht
Somit stand es fest. Das Haus wurde in den Rohbauzustand zurückversetzt. Alles, was ich in den Jahren aufgebaut hatte, zerbrach.
Der Gutachter informierte den Großschadenregulierer der Versicherung. (Ich wusste gar nicht, das es so etwas gibt)

Eine Sanierungsfirma wurde gesucht und ich hatte bisher ja nur Glück gehabt mit meinen Handwerkererfahrungen.
Somit war ich, in Bezug darauf, frohen Mutes.
Das sollte sich mit dieser Geschichte ändern.
Aus rechtlichen Gründen werde ich diesen äußerst dramatischen, auch immer noch nicht abgeschlossenen Teil der Geschichte weglassen. Schade, muss ich sagen. Denn das wäre glatt eine Verfilmung wert.
Menschen sollten immer mal selbst reflektierend betrachten, ob sie für den Job, in dem sie arbeiten, die passende Eignung haben.

Ein Plan muss her

Wir beratschlagten gemeinsam, wie wir vorgehen wollten.
Die Wohnung oben sollte bewohnbar bleiben, so war die Aussage des Sanierers. Meine Eltern sagten mir den Asylantrag unseres Hundes zu. Ich suchte für die Mädchen und mich eine Ferienwohnung. In einem übrig gebliebenen Zimmer wollte ich mich arbeitsmäßig einrichten.
Alles war gut geplant und auf den Weg gebracht… dachte ich.
In vier Wochen sollte es losgehen.

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